Zuletzt aktualisiert am 3. April 2014 um 13:44 Uhr.

Mindestlohn und Ausbildung

Noch größer waren die Differenzen bei Ausnahmen für junge Arbeitnehmer, die keinen Beruf erlernt haben. Der Gesetzentwurf nimmt Jugendliche bis 18 Jahren vom Mindestlohn aus. "Damit wird sichergestellt, dass der Mindestlohn keinen Anreiz setzt, zugunsten einer mit dem Mindestlohn vergüteten Beschäftigung auf eine Berufsausbildung zu verzichten", heißt es zur Begründung im Gesetzentwurf. Die Wirtschaftsverbände forderten eine Anhebung dieser Altersgrenze. "Das Alter der Ausbildungsanfänger beträgt durchschnittlich 19,8 Jahre", hält Arbeitgeberchef Kramer dagegen. Zumindest junge Leute bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres müssten deshalb ausgenommen werden. Der DIHK plädiert sogar für 25 Jahre. Mit diesen Forderungen konnten sie sich aber nicht durchsetzen.

Artikel, von Stefan von Borstel, lesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article126453317/Nahles-geht-bei-Mindestlohn-auf-ihre-Kritiker-zu.html